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6 Mädels auf Wolke 7

Die Sippe Hisoka gewinnt den 30. Hamburger Singwettstreit

An den ersten Platz haben die 6 Pfadfinderinnen von der Sippe Hisoka bis zum Schluss nicht geglaubt. Erst als die Juri das Ergebnis verkündete, realisierte die Sippe um Gruppenleiterin Solea (Ursa) was sie da geschafft hatten.

Der Weg zu diesem tollen Erfolg beim 30. Hamburger Singewettstreit verlief alles andere als taktisch kühl kalkuliert oder zielstrebig erarbeitet. Zunächst standen 2 Lieder von der Kölner a-capella-Gruppe „The Wise Guys“ auf dem Programm. Als Solea 3 Wochen vor dem Singewettsreit erkannte, dass die Lieder für ihre Gruppe zu schwer waren, krempelte sie kurzerhand den Trainingsplan um und bewies mit der Liedwahl „Die Kieschka“ ein geschicktes Händchen. Da die Melodie ein Ohrwurm und der Text eingängig, probten die Hisokas fleißig und lernten innerhalb kürzester Zeit ein völlig neues Lied.

Flexibilität und Improvisationsvermögen sind bei den Pfadfindern eine weit verbreitete Stärke und so konnte Ursa auf die Unterstützung von Andi (Andreas Dill) setzten, der sich einen kompletten Samstag für die Sippe Zeit nahm. Er selbst hatte schon 2001 mit seiner Sippe, den Kranichen, und 2004 mit dem Stamm Edelweißpiraten den ersten Platz in Hamburg belegt. Die dort gesammelte Erfahrung gab er an die Sippe weiter und zeigte ihnen, worauf es ankommt, wenn man es in Hamburg in die Endrunde schaffen will.

Dann wurde jede Woche drei mal geprobt. Das ehrgeizige Ziel der Sippe war es in die Endrunde zu kommen und somit vor großem Publikum zu singen.

Als die Sippe Hisoka nach über 800 Kilometern Anfahrt endlich in der zweitgrößten Stadt Deutschlands ankam, gab es für die „Provinzler“ aus Ravensburg einiges zu sehen. Am meisten erstaunt waren sie über die vielen Menschen, die nachts um ein Uhr in Hamburg unterwegs waren und über ihren Busfahrer, der einfach ein Fahrrad umfuhr und die Einbahnstraßen in beide Richtungen benutzte.


Die Sippe Hisoka (v.l. Taraxum, Zora, Fibi, Pia, Caprea und Solea)

Als die Hisokas es in die Endrunde geschafft hatten und vor mehreren Hundert Menschen sangen, waren sie viel gelassener als noch in der Vorrunde. Das lag laut Gruppenleiterin Solea vor allem daran, dass sie ihr Ziel, die Endrunde, bereits erreicht hatten.

Dieser Gelassenheit hat es die Sippe zu verdanken, dass sie den ersehnten Auftritt vor großem Publikum in vollen Zügen genießen konnte. Sie überzeugte auf diese Art die Juri und erreichte, womit die Mädchen selbst am wenigsten rechneten: Zuerst waren sie bei der Verkündung der Platzierungen überrascht. Dann, als ihnen die anderen Teilnehmer und die Juroren gratulierten, begannen die Mädchen allmählich zu realisieren, dass sie den ersten Platz belegt hatten. Eigentlich waren die Hisokas ja viel zu müde, um noch eine Zugabe zu singen. Das mitklatschende Publikum und die gute Stimmung sorgten aber schließlich für die notwendige Kraft und Motivation.

Danach war die Sippe so müde, dass sie sogar die Afterparty verschlief. Das Feiern wurde natürlich nachgeholt! Und so sah man vor einigen Tagen 6 Pfadfinderinnen, die in der Ravensburger Fußgängerzone, mitten zwischen den geschäftigen Menschen, den Bauch in die Sonne streckten und, zufrieden vor sich hinkauend, noch einmal das Lied sangen, mit dem sie in Hamburg erfolgreich waren.
Herzlichen Glückwunsch Sippe Hisoka zu eurem tollen Erfolg!

Solea (Ursa) kann den Hamburger Singewettstreit nur empfehlen

Solea: „Es ist einfach ein gigantisches Erlebnis und ich finde es sollte jede Sippe mal nach Hamburg gehen und ihr Glück versuchen! Es ist machbar und ich würde es jedem Gruppenleiter und seiner Sippe raten. Grade in dem Alter, in dem die Mädels und Jungs auch mal andere Interessen entwickeln und sich evtl. sogar anzicken! So ein Erlebnis schweißt zusammen. Übrigens, auch Jungs können Singen!“

Das wichtigste über die Sippe Hisoka

Die Sippe Hisoka (gespr. Hiskja) kommt aus Ravensburg vom Stamm Edelweißpiraten. Die heute 12jährigen Mädchen verbrachten am 8. Oktober 2004 ihre erste Gruppenstunde mit Solea (Ursa Kotzur). Solea bedauert es sehr, im Sommer die Sippe abgeben zu müssen, da sie nach Karlsruhe zieht. Trotzdem will die Sippe versuchen, durch Wochenendproben, 2008 noch einmal am Singewettstreit in Hamburg teilzunehmen.

Bilder

Die Bilder hat freundlicherweise frätt (Jens Pölkner) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Weiter Fotos vom Singewettstreit gibt es auf www.folk.de/hamburger-singewettstreit

Aktuelles:

Sonntag, 19. Februar '12 01:32

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Unter Eindrücke könnt ihr nun Bilder des Bundes-sommerlagers und der Stammes-führerschulung 2011 sowie der Bundes und Delegierten-versammlung 2012 anschauen.