Roverprüfung: Alle Teilnehmer bestanden!
16. Oktober, 19.10 Uhr:
Die vier todesmütigen Roverprüfungskandidaten aus Ravensburg machen sich mit unserem fast allwissenden Roverpaten Itancan, der gemeinsam mit uns gelernt und viel beigebracht hat, auf den Weg nach Steinenbronn, wo am Samstag dann die Roverprüfung stattfinden sollte.
Nach guten 3 Stunden Fahrt, die von uns Prüflingen, namentlich Arya, Veloce, Manul und Granini, noch fleißig zum Lernen genutzt wurden kommen wir fünf Ravensburger in dem kleinen Steinenbronn bei Stuttgart an. Das Wetter ist ziemlich bescheiden und auch die Stimmung scheint vom Prüfungsstress bestimmt und dieser hängt über dem Abend wie Nebel über einem nassen Wald. Folglich gibt es auch weiter nicht viel zu erzählen, außer dass sich der eine oder andere noch panikartig in bis dahin noch unberührte Blätterstapel und Bücher stürzt, um sein Gewissen etwas zu beruhigen und so vielleicht doch beruhigt schlafen zu können.
17. Oktober, 7.30 Uhr:
Nach einer zugegebenermaßen etwas kurzen und doch auch kalten Nacht werden wir zu oben genannter Uhrzeit geweckt. Es ist wohlgemerkt Samstag!!! Naja... also, was tun mit dem angebrochenen Tag? Wir frühstücken ein letztes Mal gut, bevor wir dann um halb neun mit Lunchpaket versorgt in die nasse Kälte gescheucht werden: die Prüfung kann beginnen.
Geprüft werden alle 8 Prüflinge (zu oben genannten außerdem aus Calw: Glöckchen und Lysande und aus Karlsruhe: Zampona und Jan) einzeln in 11 verschiedenen Prüfungen, u. a. Natur, Werkzeug, Pfadfindergeschichte, Ökologie und Politik (die Auswahl und Reihenfolge dieser Themen als Beispiele hat nichts mit der persönlichen Meinung des Autors zu tun!); die „Prüfungen“ Roverreferat und Pionierbaute haben wir bereits auf dem Sola ich denke doch recht erfolgreich hinter uns gebracht. Jetzt aber geht es um die Wurst. In jedem dem Themenbereiche, die in Umfang und Schwierigkeit differieren, muss jeder Prüfling mindestens Jungpfadfinderniveau erreichen, insgesamt werden 70 % der Gesamtpunktzahl verlangt, um zu bestehen. Nachdem wir ca. 10 Stunden in der eher eisig kalten Umgebung des Steinenbronner Pfadiheims mit unserem Wissen brillieren durften freut sich glaube ich jeder über eine warme Tasse Tee, oder auch zwei. Der folgende Abend und die Nacht wird beherrscht von diversen Ängsten, kläglich versagt zu haben, trotzdem merkt man, wie die Lernhysterie verflogen ist. Vielleicht deshalb, vielleicht aber auch, weil wir tierisch Hunger haben, schmeckt das Abendessen lecker und der Abend wird noch gemütlich, es wird gequatscht, gelacht und gesungen. Allerdings müssen auch Stammesprobleme geklärt werden, allen voran das der Calwer, denen ihr Bauwagen mit dem gesamten Material verbrannte; man geht von Brandstiftung aus (weitere Informationen: http://www.pbhorizonte.de/home/news/artikel/105/calwer-bauwa-3.html).
18. Oktober, 7.30 Uhr:
Wir werden geweckt, schauen auf den Wecker und fragen uns, ob wir die Sonne wegen Wolken nicht sehen oder ob sie schlicht und einfach noch nicht aufgegangen ist. Uns wird angekündigt, noch eine Jurte (etwas größeres Zelt) aufbauen zu dürfen, was wir letztendlich dann glücklicherweise doch nicht müssen, denn das Wetter zeigt sich auch heute nicht gerade von seiner freundlichsten Seite. Nach dem Frühstück werden uns dann die Ergebnisse mitgeteilt...die einen nehmen ihr insgeheim erwartete Ergebnis ganz beiläufig auf, anderen fällt offenbar eine zentnerschwere, naja, zumindest kiloschwere Last ab. Das Ergebnis(Trommelwirbel): alle haben bestanden.
An dieser Stelle nochmals herzliche Glückwünsche an alle neuen Rover unseres Bundes und vielen Dank an die Prüfer, die von uns einiges, aber sicherlich nichts Übermenschliches wissen wollten und – mir scheint – bei dem ein oder anderen von uns recht milde bewertet haben. (An dieser Stelle kann man dann auch mal sagen, dass die Roverprüfung gar nicht so unverhältnismäßig schwer ist, wie alle sagen. Man kann sie mit mehr oder weniger Aufwand bestehen). Vielen Dank auch an Nico und Frieder, die die Roverprüfung dieses Jahr erstmals organisierten und uns so die Möglichkeit gaben, das schwarz-rote Halstuch zu erlangen und unser Pfadiwissen zu erneuern bzw. anzueignen.
Granini
Anmerkung des Webmasters: Weitere Bilder zur Roverpürfung folgen in den nächsten Tagen.
